Behandlungsindikationen

Tagesklinische Rehabilitation Sucht

Unser Angebot richtet sich an alkohol- und/oder medikamentenabhängige Personen zwischen 18 und 65 Jahren aus der Stadt Bonn sowie der Umgebung (bei 45 Minuten Fahrtzeit).

Medizinische Voraussetzungen

tl_files/blog/images/Check Mark.png Abgeschlossene Entgiftung
tl_files/blog/images/Check Mark.png Keine akute Behandlungsbedürftigkeit in Bezug auf somatische Erkrankungen

Persönliche und soziale Voraussetzungen

tl_files/blog/images/Check Mark.png Ausreichende Krankheitseinsicht
tl_files/blog/images/Check Mark.png Abstinenzmotivation
tl_files/blog/images/Check Mark.png Positive Behandlungsmotivation
tl_files/blog/images/Check Mark.png Freiwilligkeit
tl_files/blog/images/Check Mark.png Bereitschaft zur Veränderung von Verhaltensweisen und Einstellungen
tl_files/blog/images/Check Mark.png Bereitschaft zur Einbeziehung des sozialen Umfeldes (Familie/ Partner/ Arbeitgeber etc.)
tl_files/blog/images/Check Mark.png Verschwiegenheit gegenüber Dritten bezüglich der Inhalte und Personen innerhalb der Gruppenangebote
tl_files/blog/images/Check Mark.png Fester Wohnsitz im Einzugsgebiet bei einer Wegedauer von 45 Minuten

 

Im Unterschied zur stationären bzw. ambulanten Therapie ist die 12-wöchige ganztägig ambulante Rehabilitation insbesondere geeignet, wenn

tl_files/blog/images/Check Mark.png der/die Patient/in sich wieder an einen tagesstrukturierenden Rahmen, z. B. bei gegebener Arbeitslosigkeit, gewöhnen soll,
tl_files/blog/images/Check Mark.png die mangelnde Strukturierung des Alltags zu rückfallgefährdend, aber eine stationäre Unterbringung nicht indiziert ist,
tl_files/blog/images/Check Mark.png das soziale Umfeld unterstützend auf die Abstinenzentscheidung wirkt,
tl_files/blog/images/Check Mark.png Alleinerziehende in der Ausübung ihrer elterlichen Pflichten bleiben sollen,
tl_files/blog/images/Check Mark.png die momentane Belastung im Alltag entschärft, aber nicht vollständig aufgehoben werden soll,
tl_files/blog/images/Check Mark.png der/die Patient/in in seinem/ihrem Umfeld verbleiben soll, um gezielt therapeutisch Erarbeitetes in Familie und sozialem Umfeld umzusetzen.

 

Die Klinik Im Wingert verbindet somit die Vorteile von stationärem und ambulantem Setting.

Indikationen für die Tagesklinische Rehabilitation Sucht sind

Nach ICD-10 können folgende diagnostische Gruppen der stofflichen Abhängigkeit bzw. des Missbrauchs behandelt werden:

tl_files/blog/images/Check Mark.png Alkoholabhängigkeit (F10.2)
tl_files/blog/images/Check Mark.png Medikamentenabhängigkeit (F13.2, F15.2)
tl_files/blog/images/Check Mark.png Neben primärer Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit, zusätzlich schädlicher Missbrauch von Cannabis oder Amphetaminen oder Kokain (stets Rücksprache mit Leitung der Klinik)
tl_files/blog/images/Check Mark.png Nikotinabhängigkeit (F17.2), Essstörungen (F50) und pathologisches Spielen (F63) können nur als Zweitdiagnose mitbehandelt werden

Kontraindikationen

tl_files/blog/images/Cross Mark.png Polytoxikomanie einschließlich Opiattyp (F19.2)
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Heroinabhängigkeit (F11.2)
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Aktuelle Methadon oder Subutex-Substitutionsbehandlung
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Isolierte Cannabis- oder Amphetamin- oder Kokainabhängigkeit
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Akut psychotische Erkrankungen (F20 - F29, F30.2, F31.2, F31.5, F32.3, F33.3)
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Schwere hirnorganisch bedingte Beeinträchtigungen (F00-F09)
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Akute Suizidalität
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Abstinenzunfähigkeit
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Schwere körperliche Erkrankungen, die eine akute Krankenbehandlung erfordern
tl_files/blog/images/Cross Mark.png Suchtförderndes soziales Milieu

 

Sollten Sie offene Fragen zu den Indikationen haben, stehen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zu Verfügung.


Im Sozialbericht sollte die Indikation für die Klinik Im Wingert –Tagesklinische Rehabilitation Sucht- herausgestellt werden.
Die ausdrückliche Willensbekundung des/der Klienten/in ist notwendig (z.B. „Der/die Klient/in wünscht ausdrücklich die Rehabilitation in der Klinik Im Wingert“).
Aussagen über eine stabile Wohnsituation sowie das soziale und berufliche Umfeld sollten gemacht werden.
Wenn es ein Vorgespräch in der Einrichtung gegeben hat, ist ein Hinweis darauf hilfreich.